Die Leistungsträger verlassen das Land, Protokolle fressen Plattformen und jeder kann nun eine Softwarefirma sein. Über die leiseste Revolution unserer Zeit.
Wenn Protokolle nun Bedeutung gewinnen, dann kann man sagen: wieder. Denn das war der Ursprungsgedanke unter dem Internet. Das ganze Internet basiert ja auf Protokollen. Sie haben Plattformen/SaaS erst möglich gemacht. TCP, IRC, HTTP... das sind die Eltern aller Protokolle. Dann SMTP, POP3, IMAP... Und nun Nostr.
Protokolle und Standards. Bis clevere Unternehmer gemerkt haben: Standards sind etwas für Nerds. Laien interessieren sich nicht für Standards. Die wollen Bequemlichkeit.
Das Resultat: Plattformen, Social Media. Also zentrale Dienste, die Standards so weit ummanteln, dass Laien sich daran nicht mehr reiben und alles flutscht. Das bringt Masse, das bringt Geld, das bringt Kontrolle und Macht.
Wenn nun aber vibe coding Standards für Laien zugänglich macht... dann wackelt das Plattformmodell.
Außer: Was ist mit der Sichtbarkeit?
Insofern wird der Tribe wichtig. Wer eine Idee hat, braucht Interessenten. Auffindbarkeit ist nun das Problem. Woher kommt die Aufmerksamkeit, wenn man auf Plattformen verzichten will?
Ich glaube, wir brauchen weiterhin Plattformen oder besser Hubs, also Orte, an denen wir uns anderen vorstellen können und andere finden. Ob das physische Plattformen sind oder digitale, weiß ich nicht. Nur ohne diese zentralen Orte, erreichen wir Menschen nicht. Das ist wie der Marktplatz, die Messe auf die man geht und weiß, dass man dort andere trifft. Manche erwartet man dort, man ist Stammkunde, andere sind überraschend dort.
Da hat mich Nostr bisher gar nicht überzeugt. Entweder war in meinem Feed, was ich gezielt abonniert hatte; das war gut. Oder es war darin totaler Müll; nicht gut.
Davon unabhängig: Mit vibe coding kann man handwerklich tätig sein. Man kann sich Dinge bauen, die man sonst hätte kaufen müssen. Oder es gibt sie nicht und man hätte warten müssen.
Handwerkliches Arbeit statt industrielles Arbeiten ist mit vibe coding für jeden möglich. Ich nenne das auch "intentional programming", weil es darum geht, Intentionen/Ideen klar zu formulieren und KI Agenten sie manifestieren zu lassen.
Das ist genial! Aber es funktioniert eben nur in der digitalen Welt. Man muss also überhaupt erstmal Ideen für diese Welt haben oder Probleme darin lösen wollen. Für viele Menschen ist schon das zu abstrakt. Es fehlt ihnen das Vorstellungsvermögen, was alles digital schon ist oder sein könnte.
Und es stellt alles auf den Kopf. Denn gerade wenn das jetzt für jederfrau möglich ist, ist es auch nichts Besonderes mehr. Damit lässt sich kein großes Geld verdienen: Wenn die riesigen Plattformen quasi ihre Grundlage verlieren ("SaaSpocalypse"), dann ist nicht zu erwarten, dass vibe coder riesig werden.
Klar, dem einen oder anderen gelingt immer mal so ein Streich. Das Solopreneur Unicorn ist möglich. Doch darauf sollte man nicht schielen. Realistisch sind eben nicht Millionen User, sondern eine überschaubare Zahl.
Mit einer überschaubaren Zahl kann man über ein Abomodell allerdings kein Einkommen generieren. Wer ein Businessmodell braucht, setzt besser auf eine andere Einnahmequelle.
Ich würde sogar allgemeiner sagen: "Das Produkt ist tot!" D.h. "einmal bauen, nur noch kassieren" geht nicht mehr in der digitalen Welt. Denn jeder kann es nachbauen. Und wenn jeder es nachbauen kann, explodiert das Angebot. Dann sinken die Preise.
Aber dann stellt sich die Frage: Welches Angebot nutzen? Kann ich zwischen Angeboten wechseln?
Die natürliche Folge: Es schlägt wieder die Stunde des Protokolls. Denn Protokolle verbinden unterschiedliche Angebote.
Was bleibt?
Die Selbstermächtigung im digitalen Raum durch Intentional Programming ist real.
Mit kleinen Lösungen kann sich nun jeder oder jede Gruppe selbst helfen und ist weniger auf die Gnade von großen Anbietern angewiesen.
Plattformen wird es weiter geben - doch sie werden nach unten sinken, eher unsichtbar werden. Amazon AWS ist heute schon unsichtbar und unterliegt Plattformen. Die Dienste von Plattformen werden grundlegender. Eine vibe coding Plattform macht Sinn; eine Social Media Plattform macht keinen Sinn mehr - aber ein Social Media Protokoll.
Am Anfang muss ja aber keine Weltverbesserungsidee stehen.😉 Mit vibe coding lassen sich Alltagsprobleme sehr schön angehen, vom Lernspiel für die eigene Fortbildung bis zur Buchhaltung oder der Hilfe zur Verwaltung der Briefmarkensammlung😁
Wenn Protokolle nun Bedeutung gewinnen, dann kann man sagen: wieder. Denn das war der Ursprungsgedanke unter dem Internet. Das ganze Internet basiert ja auf Protokollen. Sie haben Plattformen/SaaS erst möglich gemacht. TCP, IRC, HTTP... das sind die Eltern aller Protokolle. Dann SMTP, POP3, IMAP... Und nun Nostr.
Protokolle und Standards. Bis clevere Unternehmer gemerkt haben: Standards sind etwas für Nerds. Laien interessieren sich nicht für Standards. Die wollen Bequemlichkeit.
Das Resultat: Plattformen, Social Media. Also zentrale Dienste, die Standards so weit ummanteln, dass Laien sich daran nicht mehr reiben und alles flutscht. Das bringt Masse, das bringt Geld, das bringt Kontrolle und Macht.
Wenn nun aber vibe coding Standards für Laien zugänglich macht... dann wackelt das Plattformmodell.
Außer: Was ist mit der Sichtbarkeit?
Insofern wird der Tribe wichtig. Wer eine Idee hat, braucht Interessenten. Auffindbarkeit ist nun das Problem. Woher kommt die Aufmerksamkeit, wenn man auf Plattformen verzichten will?
Ich glaube, wir brauchen weiterhin Plattformen oder besser Hubs, also Orte, an denen wir uns anderen vorstellen können und andere finden. Ob das physische Plattformen sind oder digitale, weiß ich nicht. Nur ohne diese zentralen Orte, erreichen wir Menschen nicht. Das ist wie der Marktplatz, die Messe auf die man geht und weiß, dass man dort andere trifft. Manche erwartet man dort, man ist Stammkunde, andere sind überraschend dort.
Da hat mich Nostr bisher gar nicht überzeugt. Entweder war in meinem Feed, was ich gezielt abonniert hatte; das war gut. Oder es war darin totaler Müll; nicht gut.
Davon unabhängig: Mit vibe coding kann man handwerklich tätig sein. Man kann sich Dinge bauen, die man sonst hätte kaufen müssen. Oder es gibt sie nicht und man hätte warten müssen.
Handwerkliches Arbeit statt industrielles Arbeiten ist mit vibe coding für jeden möglich. Ich nenne das auch "intentional programming", weil es darum geht, Intentionen/Ideen klar zu formulieren und KI Agenten sie manifestieren zu lassen.
Das ist genial! Aber es funktioniert eben nur in der digitalen Welt. Man muss also überhaupt erstmal Ideen für diese Welt haben oder Probleme darin lösen wollen. Für viele Menschen ist schon das zu abstrakt. Es fehlt ihnen das Vorstellungsvermögen, was alles digital schon ist oder sein könnte.
Und es stellt alles auf den Kopf. Denn gerade wenn das jetzt für jederfrau möglich ist, ist es auch nichts Besonderes mehr. Damit lässt sich kein großes Geld verdienen: Wenn die riesigen Plattformen quasi ihre Grundlage verlieren ("SaaSpocalypse"), dann ist nicht zu erwarten, dass vibe coder riesig werden.
Klar, dem einen oder anderen gelingt immer mal so ein Streich. Das Solopreneur Unicorn ist möglich. Doch darauf sollte man nicht schielen. Realistisch sind eben nicht Millionen User, sondern eine überschaubare Zahl.
Mit einer überschaubaren Zahl kann man über ein Abomodell allerdings kein Einkommen generieren. Wer ein Businessmodell braucht, setzt besser auf eine andere Einnahmequelle.
Ich würde sogar allgemeiner sagen: "Das Produkt ist tot!" D.h. "einmal bauen, nur noch kassieren" geht nicht mehr in der digitalen Welt. Denn jeder kann es nachbauen. Und wenn jeder es nachbauen kann, explodiert das Angebot. Dann sinken die Preise.
Aber dann stellt sich die Frage: Welches Angebot nutzen? Kann ich zwischen Angeboten wechseln?
Die natürliche Folge: Es schlägt wieder die Stunde des Protokolls. Denn Protokolle verbinden unterschiedliche Angebote.
Was bleibt?
Die Selbstermächtigung im digitalen Raum durch Intentional Programming ist real.
Mit kleinen Lösungen kann sich nun jeder oder jede Gruppe selbst helfen und ist weniger auf die Gnade von großen Anbietern angewiesen.
Plattformen wird es weiter geben - doch sie werden nach unten sinken, eher unsichtbar werden. Amazon AWS ist heute schon unsichtbar und unterliegt Plattformen. Die Dienste von Plattformen werden grundlegender. Eine vibe coding Plattform macht Sinn; eine Social Media Plattform macht keinen Sinn mehr - aber ein Social Media Protokoll.
Am Anfang muss ja aber keine Weltverbesserungsidee stehen.😉 Mit vibe coding lassen sich Alltagsprobleme sehr schön angehen, vom Lernspiel für die eigene Fortbildung bis zur Buchhaltung oder der Hilfe zur Verwaltung der Briefmarkensammlung😁
The possibilities are endless!😁