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Moin

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit den Bitcoin nichts anfangen kann. Ich sehe es als Gedanke, mehr nicht. Schon alleine, dass man elektrische Energie und digitale Gerätschaften benötigt, um den Wert zu manifestieren, schließt es für mich als Zahlungsmittel aus.

Ein Zahlungsmittel ist nicht real nichts anderes als gespeicherte Arbeitsleistung, die den Tauschhandel erleichtert und von der Zeit abkoppelt. Und tauschen kann man nur etwas, was der Mensch mit der Ware als Gegenwert akzeptiert. Das macht den Wechsel des Bitcoin von der Zahlenwelt in die reale Welt schwierig, also beim täglichen Einkauf für den Lebensbedarf. Und in Zeiten größter Destruktion wenn kein Strom fließt, wenn Kommunikationswege ausfallen ist der Übergang des Bitcoin ins Reale unmöglich. Das macht diese Währung von zu vielen vakanten Bedingungen abhängig.

Ich kenne nur Leute, die Bitcoin als zusätzlichen Tresor für ihre Gelder, die sie zu viel haben, verwenden. Denen es nicht sonderlich weh tut wenn sie ausfallen. All diese Leute setzen zusätzlich auf materielle Werte.

Denn der Tauschhandel ist immer noch die einzige jederzeit und überall akzeptierte Währung.

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Als Zahlungsmittel sehe ich Bitcoin auch nicht als Alternative. Da gibt es Kryptowährungen auf anderen Blockchains die das Potenzial haben diese Nachfragen zu bedienen.

Das revolutionäre an Bitcoin ist die Technologie selbst! Die ermöglichung von weltweiten (!) dezentralen Strukturen. Das ist das genaue Gegenstück zur globalen Zentralisierung! Es ist so offensichtlich wenn man genau hinsieht.

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Es ist erschreckend, mit wieviel Halbwissen und Vorurteilen das Volk hier schlecht über ein Geld herzieht, welches von den Menschen, für die Menschen gemacht wurde und nachweislich zensurresistent und unkorrumpierbar ist.

Selbst wenn andere Menschen, die sich eingehend mit der Materie befasst haben, ihre Mitmenschen davon überzeugen möchten, sich mal doch etwas besser über die Vorteile davon zu informieren, und die einmalige Chance zu packen, welche sich in diesem Jahrzehnt uns bietet, selbst dann bleibt das Volk lieber unter dem unterdrückeden Joch einer Luftballon Schneeballwährung der Herrschenden Kasten stehen.

Ein jeder wird sich in diesen kommenden Jahren dafür entscheiden müssen, welches neue Digitale Geld er annimmt: entweder Das von freien Menschen für alle anderen Menschen zur befreiung gemachte, oder Das von den Leuten, welche schon das jetzige Finanzsystem auf dem Gewissen haben, für Sklaven gemachte.

DEINE ENTSCHEIDUNG!

Aber dann lebe auch mit den Konsequenzen.

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@Dominus Providebit

Auch Sie können, so wie ein weiterer Protagonist (und auch der Autor) nur theoretische Vorteile andeuten.

Es bestreitet doch niemand hier, die Schwächen des aktuellen Geldsystems.

Allerdings sehe ich bei den Coins noch deutlich mehr Schwächen.

Und im Gegensatz zu Ihnen benenne ich die Schwächen der Coins.

Reagieren Sie doch mit Argumenten statt mit Lamento.

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Bitcoin ist gleichzusetzen mit Edelmetallen wie zb Gold. Es ist mengenmäßig sogar begrenzter als Gold weil exakt definiert.

Es ist ebenso "unzerstörbar" aufgrund der unzähligen dezentralen "Fullnodes". Man kann es Zuhause aufbewahren (den Code) und somit absolut autonom darüber verfügen...

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Und somit ist es genau so obsolet wie Gold.

Kartoffeln und Wasser, davon können Sie leben.

Sogar ohne elektrische Energie und Zugang zu digitalen Endgeräten.

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Hallo zusammen! Ich bin Bitcoiner und dankbar für die Erleuchtung, welche ich 2020 durch das überaus durchsichtige Coronanarrativ und Leute wie Marc Friedrich erhalten habe.

Alles gut und richtig in dem obigen Artikel, nur eines sollte man ganz deutlich trennen:

Das heutige Geld ist kein staatliches Geld! Weder die EZB noch die FED sind staatlich, sondern privat!!!

Auch Staaten, und zwar fast alle Staaten, sind bei den privaten Banken verschuldet und somit in deren Hand. Rothschild sagte vor weit über 100 Jahren: "Gib mir die Macht über das Geld und mir ist egal, wer ein Land regiert."

Es wird heute oft auch von der Regierung / Politik so getan, als wenn das Geld in der Hoheit des Staates läge, aber in Wirklichkeit führt die Regierung eines Landes nur das aus, was ihr von den Zentralbanken diktiert wird.

Fazit: Es ist nicht "staatliches" Geld, sonder Zentralbankgeld. / Bitcoin ist freies Geld bzw. ein Wertspeicher wie Gold, nur in digitaler Form. Bitcoin ist bereits heute knapper als Gold (Stock to Flow Ratio) und deutlich leichter zu transportieren! Versucht mal mit 1 kg Gold am Flughafen durch die Sicherheitskontrolle zu kommen! Mit einer Bitbox (Cold Wallet) geht das ohne Probleme.

Und noch was: Es gibt Bitcoin, Litecoin und sonst nur Shit Coins! Der Unterschied ist einfach: Wenn eine Gruppe von Leuten die Macht hat, den Code zu änderen, dann sind es Shit Coins und das ist bei allen Proof of Stake Protokollen der Fall. Wenn das Protokoll auf Basis von Energie und Zeit aufbaut, dann nennt man es Proof of Work und ab einer gewissen Größe ist das Netzwerk dann quasi unangreifbar. Bitcoin hat längst eine Größe erreicht, bei der er unangreifbar ist. Das hat die Vergangenheit schon gezeigt.

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Schauen wir uns doch einfach an was BitCoin (stellvertretend für alle Kryptowährungen) bedeutet:

BitCoin müssen derzeit teuer gekauft werden. Egal ob an einer Handelsplattform oder über einen teuren Miningprozess.

Um sie zu halten ist der Zugang zu einem digitalen Netzwerk nötig.

Von wem werden diese Netzwerke betrieben?

Wer hat die Verfügungsgewalt über dieses Netzwerk?

Was passiert, wenn dieses Netzwerk unzugänglich ist?

Temporär oder dauerhaft?

Warum schwankt der Wert der Kryptowährungen derartig?

Eigentlich sollten sie doch dagegen immun sein?

Wer profitiert überhaupt praktisch vom BitCoin?

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Fehler Nr. 1: Bitcoin ist keine Kryptowährung, sondern digitale Ressource!

--> es gibt Bitcoin und es gibt Shitcoin!

Zu ihren Punkten:

-Bitcoin ist derzeit nicht teuer, sondern sehr billig. (Siehe Rainbow Chart)

-das Bitcoin Netzwerk wird von Menschen wie du und ich betrieben.

Seit gestern läuft tatsächlich meine Full-Node und ich bin somit Betreiber von Bitcoin!

-Die Verfügungsgewalt hat jeder Node-Betreiber, der somit die Regeln überwacht.

-Wenn das Netzwerk unzugänglich ist (das wäre der Fall, wenn auf der GANZEN Welt gleichzeitig der Strom ausfällt) dann macht die Blockchain Pause bis die erste Node des Netzwerkes wieder am Strom ist und Bitcoin geht dort weiter wo es seine Pause angefangen hat.

-Bitcoin schwankt momentan noch, weil es noch sehr jung (und massiv unterbewertet) ist.

Sobald sich Bitcoin etabliert hat, werden auch die Schwankungen sich beruhigen.

Von Bitcoin profitiert jeder, der noch vor dem Bitcoin-Standard seine Satoshis gesammelt hat. Jeder zu seiner Zeit, in seinem Masse.

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Miner verwerten überschüssige spottbillige Energie (das ist meist Erneuerbare) ein Miner, der teuer mined, wird sehr bald sein Geschäft einstellen.

Als Belohnung für seine Arbeit zur Absicherung des Netzwerkes erhält er Bitcoin. Alle 4 Jahre nur noch die hälfte, bis runter auf 0. also muss er immer wie effizienter werden!

Um Bitcoin zu halten braucht man kein Netzwerkzugang, sondern nur seine 12 Wörter in Edelstahl gestanzt! Um Bitcoin auszugeben muss man rechnen und Nachrichten versenden. Das geht auch über Radio, Satellit, Funk, SMS oder Brieftaube. (Es gibt halt einfach praktischere und kompliziertere Varianten darunter. )

Und zum Schluss:

Njet BitCoin

Bitcoin!

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Noch nie habe ich im Bitcoin die Möglichkeit gesehen, dem globalen Wahnsinn etwas entgegenzusetzen. Die Idee dahinter würde mich schon interessieren. Jedoch halte ich sie nicht für umsetzbar für den kleinen Mann oder die kleine Frau, die in diesen Zeiten zusehen muss, wie sie ihre Strom- und Gasrechnung bezahlen kann oder auf sie zukommende Auflagen an ihr trotz bereits höheren Alters noch nicht abgezahltes Eigenheim erfüllen soll. Ich habe den Bitcoin vor allem in der Anfangsphase als eine Möglichkeit für clevere Pfennigfuchser gesehen noch mehr aus ihrem überschüssigen Geld zu machen und mich dafür leider als nicht geeignet befunden.

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Sobald aber eas auf die Seite gelegt werden kann, zb 100€ im Monat ist es sehr wohl eine Möglichkeit

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Aktuell ist der Bitcoin vor allem eines: Spekulationsobjekt. Und damit Teil des Systems und kein Kontrapunkt.

Ich sehe keine Funktion bei dem Projekt, was die jetzt Mächtigen ängstigen sollte.

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Genau das ist der Punkt. Außerdem hat mir noch nie jemand wirklich schlüssig erklären können, wozu ich als Normalverdiener ohne anlagefähigem Vermögen bitcoin nutzen, vor allem jedoch, wie im praktischen Alltag den Schein in der Tasche ersetzen sollte.

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Denken Sie wirklich noch immer so? Vor wenigen Tagen hat Larry Fink, der Chef von Blackrock, das im Fernsehen gesagt: „Bitcoin wird jede andere internationale Währung übertreffen, da es breite,weltweite Nachfrage besitzt.“

„Jede andere“. Das bedeutet: sogar den Dollar.

Nochmal: Der Chef des größten Finanzinstituts der Welt mit 12,6 Billionen Dollar in Verwaltung sagt Bitcoin wird den Dollar ablösen, und der Großteil der Menschen halten Bitcoin immer noch nur für ein Spekulationsobjekt?

Zum Video: https://twitter.com/saylor/status/1679857360011943938?s=20

Was die praktische Nutzung angeht? Können Sie eine QR Code scannen oder eine Kreditkarte mit NFC bedienen? Beides existiert bereits für Bitcoin, und das komplett ohne VISA oder andere Zahlungsanbieter als Mittelsmann.

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Ich frage mich, wie Verbraucher in Ecuador, wo der Coin doch offizielles Zahlungsmittel ist, bei der aktuellen Volatilität des Kurses des Bitcoin im Verhältnis zu Zentralbankwährungen, die Kurs- und damit Preisschwankungen wahrnehmen?

Nur eine Idee zu bejubeln greift da wohl zu kurz.

Allein die Bindung an die digitale Welt bereitet mir arge Kopfschmerzen.

Aktuell kann ich mich, ohne weiteres aus dem digitalen Raum verabschieden.

Mit den Kryptowährungen bin ich diesem Informationsraum in seiner Existenz und Funktion völlig ausgeliefert.

Zieht jemand (?) der das Netz "beherrscht" (aktuell einige wenige Konzerne) den Stecker, war es das mit den Coins.

Es müßte also zu allererst ein paralleles Netz zum Internet geschaffen und absolut ausfallsicher betrieben werden, damit das Projekt im beschriebenen (?) Sinn funktionieren kann.

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Wie ich sehe, sind sie Top informiert über die Sachlage. (Betreffend offiziellem Zahlungsmittel in Ecuador und dem möglichen Ausfall des Netzes und keinem vorhandenen Parallelnetz. 👍

Schön geben Sie ihr fundiertes Wissen hier weiter.

/off

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Ja, ich finde diesen Hype aus vielen Gründen nicht nachvollziehbar & außerdem gefährlich, & Widerstandspotential kann ich auch nicht erkennen. Die Gründe finden sich in den Kommentaren zuhauf.

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Der Hype ist für mich nachvollziehbar.

Es wird vordergründig gejubelt, da man den Versprechen "glaubt".

Eine tiefere Reflektion über die Thematik bleibt aus.

Es ist einfach sich Strömungen anzuschließen die sich gegen Bestehendes, als negativ Empfundenes richten. Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Das ist geeignet als Taktik benutzt zu werden.

Erfordert aber fortwährende Analyse der Situation um zu verhindern, durch eigenes Verhalten vom Regen in die Traufe zu kommen.

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Das ist genau das was Sie denken sollen! Ein verstehen von Dezentralisierung kann helfen die Kraft der Technologie zu erkennen.

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Falsch.

Meine Haltung ist das Ergebnis meiner Analyse.

Ich könnte Ihnen genau so vorwerfen nur ein präsentiertes Narrativ zu wiederholen.

Und nun schildern Sie mir einen Fall in welchem das hochspekulative Finanzkonstrukt für Unabhängigkeit gesorgt hat.

Ziehen Sie dazu auch die Kursschwankungen heran, die selbstverständlich eine Rolle spielen, solange Cryptowährungen NICHT alleiniges Zahlungsmittel sind.

Ich warte gespannt!

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Russland wurde vom Swift System ausgeschlossen und nutzt Bitcoin. Es gibt noch weitere Länder, aber leider haben ich vergessen welche. Das war auch schon länger vor dem Krieg der Russen gegen die armen Ukrainer...

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Dann beobachten Sie Russland einfach weiter.

Dann werden Sie ja sehen, ob das zielführend ist, was dort passiert.

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Ich glaube ihnen, dass es das Ergebnis Ihrer Analyse ist. Nur blöderweise ist es deckungsgleich mit dem was sie glauben sollen.

Die Rate der Adaption von Kryptowährungen steht in direktem Verhältnis zur Intensität der Volatilität. Heißt: desto größer die Adaption desto geringer die Volatilität. Auch schön im Artikel beschrieben: die Volatilität als Preis für das Potenzial. Und von dem sprechen wir hier eben. Vom Potenzial dieser Technologie. Dass dieses sich auf soziologischer Ebene noch nicht manifestiert hat liegt an vielen Dingen, ist aber in jedem Fall kein Argument gegen sich selbst. In anderen Worten: Ein Potential lässt sich nicht widerlegen durch den "Beweis" dass es sich noch nicht entfaltet hat. Wäre es so gäbe es keine mögliche Zukunft die sich von der Vergangenheit unterscheidet.

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Ganz und gar kein Unsinn, sondern absolut schlüssige Argumentation.

Weit weg von blossem aneinanderreihen von Fremdwörtern.

Lediglich ein Semaphor habe ich nicht in meinem Wortschatz.

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Um Himmels Willen!

Was für ein Unsinn.

Glauben Sie dass das Aneinanderreihen von Fremdwörtern und Semaphoren Ihre Argumentation um ein Haar stichhaltiger macht?

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Herr Dietze, entspannen Sie sich mal 😀

Wir wollen doch hier alle das gleiche. ❤️

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Die einzig unangreifbare Dezentralisierung war immer der direkte Tausch von Ware gegen Arbeit oder Ware.

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War es wirklich unangreifbar? Wenn ja, wie konnte es dann soweit kommen?

Unabhängig davon ist ihr Ansatz nicht skalierbar und nicht in der Lage Wohlstand zu generieren. Wer eine gesunde Alternative zum kranken (digitalen) Angebot des WEF aufbauen will, muss das ebenso digital tun. Ein analoges Modell hat im Kampf mit einem digitalen Modell keine Chance.

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Diese Antwort sagt deutlich, dass Sie nicht verstehen was Sie reden.

Der Tauschhandel ist der Ursprung der "Währungen".

Es kam also nicht dazu, sondern er wurde von "Währungen" der Universalität der Akzeptanz wegen abgelöst.

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Jul 1, 2023·edited Jul 1, 2023

Ich antworte auf den Hybriden Menschen.

Leider kennzeichnet die Software das nicht.

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Naja, es gibt ja mehr als nur der Tauschhandel, habe ich ja oben beschrieb, wie die Währung oder das Geld entstand. Man musste Arbeitsleistung aufbewahren und auch beim Handel in andere Gebiete mitnehmen. Was vorher nur die Wanderarbeiter wie fahrende Händler oder Kessselflicker konnte die entweder direkt Waren tauschten oder Arbeit gegen Versorgung lieferten.

Der Tauschhandel existiert ja heute noch. Nennt man Nachbarschaftshilfe. Die ist sogar vor dem Zugriff des Finanzamtes geschützt.

In Frankreich, Paris gibt es inzwischen Kioske, wo man Arbeitsleistung tauschen kann. Ganz analog.

Was Menschen direkt miteinander ohne Beteiligung Dritter machen ist nicht angreifbar.

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Für alle, die es verstehen wollen: Arte Mediathek:

"Mysterium Satoshi - Bitcoin - Wie alles begann"

Sind 6 Folgen und besser investierte Zeit als Germany´s next top model zu schauen.

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Ich habe lange nach einem Bild gesucht, das mir und anderen erklärt, warum ich von Bitcoin GAR nichts halte.

Heute habe ich es gefunden.

Vorausgeschickt sei, dass ich nicht unser Geld als Problem ansehe, sondern unseren Umgang mit ihm: dergestalt, dass wir Geld nicht nur als Zahlungsmittel benutzen, sondern auch als längerfristigen Wertspeicher. Das ist der Grund für Spekulation. Ein Missbrauch. Es gilt, beide Funktionen wieder voneinander zu trennen: Geld im Sinne von Währungen fürs tägliche Tauschen, als Zahlungsmittel, und „Geld“ im Sinne von werthaltigen Dingen zur Aufbewahrung von Wert, als Wertspeicher: seien es Immobilien, Antiquitäten, Oldtimer, Kunst, alter Wein oder, am bekanntesten und praktischsten, Gold.

Mein Zahlungsmittel trage ich sinnvollerweise mit mir. Eine Geldbörse genügt. Ich benötige dazu nur einen meiner beiden Arme. (Wer keine Arme hat, schafft das sogar mit einem Bein, siehe die Pharma-geschädigten Contergan-Opfer).

Für Bitcoin hingegen benötige ich einen dritten, künstlicher Arm, den ich überhaupt nicht mehr selbst unter Kontrolle habe: in Form eines Smartphones, das genügend Strom hat und Zugriff hat aufs Internet. Das unterscheidet Bitcoin an dieser Stelle in nichts von einer Bank, die in ihren Tresoren mein Geld verwahrt: Ist es Nacht, hat sie Ferien oder brennt sie ab, war’s das mit meinem Zugriff. Dito Bitcoin: Ist das Internet „zu“, fällt der Strom aus oder wird es gehackt (wie auch in Sachen Bitcoin schon mehrfach geschehen) war’s das mit meinem Zugriff ebenfalls.

Zahlungsmittel müssen einfach sein, unkompliziert und möglichst ohne Notwendigkeit, das etwas Drittes dazwischensteht zwischen mir und ihm.

Bitcoin macht nur alles viel komplizierter und dadurch automatisch anfälliger für Störungen. Ein Rückschritt in meinen Augen.

Fortschritt wäre, wenn, wie oben ausgeführt, das Zahlungsmittel endlich befreit werden würde vom Druck und der Angreifbarkeit durch Spekulanten (neudeutsch: „Investoren“), die es als Langfristwertspeicher missbrauchen und DADURCH regelmäßig entwerten.

Doch das wird enden, sobald die größte Spekulationsblase der Geschichte endlich implodiert: der US-Dollar. Ab dann wird man gelernt haben und viele, viele Generationen lang nicht mehr in Geld „investieren“.

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Na da müssen Sie nun schon den Nachweis erbringen, wann und wie Bitcoin mehrfach gehackt wurde.

Das ist meines Wissens nämlich nicht möglich.

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Sehr gut beschrieben.

Eine Währung in Form von Münzen entstand einfach aus dem Bedürfnis, dem Bedarf die Arbeitsleistung, das Ergebnis der Arbeitsleistung, zeitlich abzukoppeln. Das war besonders bei verderblichen Waren erforderlich. Und bei Waren, die nur zeitlich begrenzt oder saisonal zur Verfügung waren.

Davor gab es nur mündliche oder schriftliche Vereinbarungen zur Gegenleistung.

Wie wichtig reale Tauschwerte sind, kann man immer nach Kriegsgeschehen erkennen, wenn man sieht, wie während des Krieges die Bauern und Vermieter Reichtümer in Form von Schmuck, Wertgegenständen angesammelt haben.

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Das Geschehen nach dem Krieg sagt doch noch viel deutlicher, dass es nicht die Tauschwerte wie Gold waren, welche den Menschen allgemein das Überleben ermöglichten. Gold ermöglichte nur den Menschen ohne Zugang zu EIGENER Landwirtschaft das Überleben!

Die Frage ist also eine ganz andere.

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Interessant wäre mal ein Vergleich der Bitcoin mit der Nicht-Bitcoin Welt. Wie reagieren beide Systeme auf Störungen, welche Störungen gibt es (Inflation, Stromausfall ...), was können Beteiligte ändern, was nicht und so weiter.

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Ich sehe da eine sich zwangsläufig materialisierende Idee in den totalindustriellen Gesellschaften, nicht nur Bitcoin sondern alle "Beziehungen" betreffend. Stilblüte eines Innovations-/Marktkultes und dem Misstrauen durch die Kontinuität der üblichen Entfremdung. Einen (neuen/zusätzlichen) kontrollierten Handlungsraum bietend (safe space), der persönliches Vertrauen zu überwinden verspricht durch unbestechliche/anonyme Mathematik/Technik.

Zudem..

Unsichere/bewegte Zeiten rufen nach Flexibilität. Materielle/immobile Resourcen müssen in etwas universelles getauscht werden können, am besten im direkten Zugriff, in eigener Verwaltung. In sowas wie Bargeld aber im höchstpersönlichen Sparstrumpf - klein/unauffällig/unsichtbar/universal - und am Mann (*in) - o.so.. ;*)

Ergo..

Sicherheit vs. Freiheit? Vertrag vs. Freiheit? Fälschungssichere Zertifikate in einer unfreien anonymisierten Welt?

Letztlich..

Der Mensch strebt nach Entlastung. Da hilft bisher Besitz, (Verträge, Politik), Versorgung, Zugänge, Regeln, .. und ! "tata" Geld ! .. ähm Bitcoin !?

Nur mal so kurz (größer/praktischer) gedacht.

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Moin zusammen,

mir fehlt immer noch die Antwort auf die Frage, wie man denn nun die permanenten Betriebskosten der benötigten Infrastruktur abrechnet. Ist dann Inflation? Ja, das ist der einzige Weg. Also gibt es bei elektronischem Geld eine inhärente Inflation. Und zu Selbstermächtigung taugt es auch nicht, da ich als Nutzer zwingend auf Infrastruktur angewiesen bin, die ich nicht besitze. Bei Bargeld reicht eine Geldbörse.

Nichts gegen neue Ideen, aber nur, wenn sie auch die Lösung von Problemen versprechen und nicht nur lediglich Problemverlagerungen sind. Peter Becker hat Recht, wenn er sagt, dass wir zur Selbstermächtigung aus der digitalen Welt aussteigen müssen. Geld zu digitalisieren schafft nur neue Abhängigkeiten.

Viele Grüße

Florian App

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Die Idee des Bitcoin ist brillant - kein Zweifel. Und man merkt dem Artikel durchaus auch einen missionarischen Eifer an, der genau wie die kryptischen Untiefen des Bitcoins und deren physische Abwesenheit eines hat: Einen gauklerischen, undurchsichtigen Nimbus des Spekulativen.

Bei aller Liebe zum Thema: Bevor das Zeugs keiner schnallt -deutlich gesprochen-, wirds auch nix.

Währungen sind das letzte Hemd, was man hat: Man braucht dafür Nachvollziehbarkeit und Vertrauen.

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lol ... welcher Buerger kann sich schon Bitcoin leisten? Etwas, was nur begrenzt ist und das keine tatsaechliche wirtschaftliche Macht haben kann weil es in der Zahl begrenzt ist. Es macht einige Menschen gluecklich die sowieso genug 'richtiges' Geld haben ...

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Welcher Bürger kann es sich schon leisten, seine hart verdiente Arbeitszeit in einem Papiergeld (oder einer fiktiven Zahl auf dem Girokonto) zu speichern, welches von ein paar Leuten am Drücker nach belieben auf Knopfdruck hergestellt und ohne Aufwand vermehrt werden kann.

Dann lieber die paar Euro, die übrig sind in 0.001 Bitcoin tauschen und sich daran erfreuen, wie es immer wertvoller sein wird.

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"Nichts ist mächtiger als das Gebet, und nichts ist mit ihm zu vergleichen." - Hl. Johannes Chrysostomos. -

Der Engel des Zorns.

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