6 Kommentare
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Avatar von Ralf Westphal

Ich bin dafür! Deutschland neutral! Nur das wird seiner zentralen Stellung und Lage in Europa gerecht. (Siehe: Kampf um die Vorherrschaft, https://amzn.eu/d/07kPnfu7)

Das ist eine klare Position, deren Zeit gekommen ist.

Allerdings hat die Konsequenzen:

1. Keine ausländischen Militärbasen mehr in Deutschland! Keine. Rammstein schon gar nicht.

2. Keine Militäreinsätze in anderen Ländern. Zu keinem Zweck. Keinem.

3. Deutschland behält Militär zur Verteidigung seiner Position. Neutralität bedeutet nicht Wehrlosigkeit. Wer Werte hat, muss fähig sein, dafür einzustehen. Sonst bedeuten sie nichts, sind nur träumerische Phantasien.

4. Deutschland muss klare, enge Einwanderungsregeln haben und durchsetzen. Ohne sie ist es allzu leicht Opfer von „weapons of mass migration“.

Werte wie Neutralität bedeuten also, klare Grenzen zu ziehen; zu denen zählen auch geografische.

So weit, so klar, finde ich.

Es wird aber nicht stattfinden. Da habe ich keine Zweifel. Die Politikerkaste hat keinen Mut und ist erpressbar. Das Volk hat keinen Mut und hängt am Tropf.

Aber es ist eine nette Vorstellung.

Avatar von Andrenio

Was könnte aus einer Kündigung des 4+2 Vertrages durch Russland folgen?

Avatar von Ralf Westphal

Warum sollte Russland das tun? Das wäre keine Lösung für nichts.

Formal mag Deutschland souverän sein, de facto ist es das aber nicht. Insofern: ist der Vertrag überhaupt in Kraft?😁

Avatar von Andrenio

Die Duma hat dem bereits zugestimmt. Damit ändert sich der völkerrechtliche Zustand von Deutschland gravierend, denn erst dieser Vertrag machte die Wiedervereinigung möglich. Er war auch die Basis für den Rückzug der Roten Armee. Russland könnte dann in der Zukunft den Statur der heutigen BRD in Frage stellen und im Extremfall auf die Freindstaatklausel der UN zurückgreifen.

Avatar von Rainer Niersberger

Ein für ein Land in dieser Lage natürlich naheliegender Ansatz mit viel Potential, aber schon wegen seines Idealismus aussichtslos. Entscheidendes wurde bereits genannt : Schland ist nicht souverän, m.E. nicht einmal rechtlich, und ( deshalb)keine Nation ieS.. Damit ist u.a. klar, dass das Regime zu derartigen und anderen Entscheidungen nicht " befugt" wäre. Davon unabhängig sehe ich , realistisch betrachtet, kein " deutsches" Regime, welches sich vom westlichen Hegemon , um den geht es insbesondere, emanzipieren würde. Wer die " Gechichte " nach 1945 etwas genauer und weniger " trunken" verfolgt, wird relativ schnell erkennen, dass u.a. Carlo Schmid und später ein gewisser Schäuble wussten, was sie äusserten, der eine anlässlich der Formulierung des GG. Dem nationalen Interesse wäre bereits " geholfen", wenn man die "Nation" wiederfinden und geopolitisch Bismarck wiederentdecken würde. Kaum anzunehmen, dass der Michel in seiner Mehrheit ein derartiges Regime resp die tragende Partei wählen würde. Dazu müsste er entsprechend therapiert, quasi auf Entzug gesetzt werden, um die psychokognitive Verfasstheit dazu herzustellen. Genauer betrachtet stellt sich nicht nur in dieser Gesellschaft ganz grundsätzlich die demokratische ( Eignungs)Frage. Natürlich tabuisiert.

Avatar von Andrenio

Neutralität kann politisch nur von einer großen Mehrheit als wünschenswerter Lebenszustand gehalten werden, damit sie trägt.

In der Schweiz wird schon gewaltig durch (wahrscheinlich gekaufte) Eliten daran gesägt.

Finnland hat sie aufgegebene (durch solche). Ist Österreich Wackelkandidat?

Kleine Nationen können sich im Spiel der Großmächte nur halten, wenn sie 1. nicht als Gegner und 2. nicht als Vasall identifiziert werden.

Die Schweiz musste zur Vermeidung eines kompletten Kniefalls eigentlich unerträgliche Konzessionen machen, angesichts glatter und brutaler Erpressung.

Wer dorthin umzieht, sieht sich bei der Eröffnung eines Bankkontos einer Art von Inquisitionsgericht gegenüber, bei dem der Bankangestellte sich immer bei Fragen nach de,m Sinn der Fragen dahinter verstecken kann, dass das eigentlich nur für die Complianceabteilung sei. Natürlich käme man nie auf die Idee, dass das mitgebrachte Geld illegal erworben sei.

Um nicht Spielball von Warlords oder Mafiarmeen zu werden, geht an einem Milizheer auch in der heutigen Zeit kein Weg vorbei.

Zumindest haben die sonst ohne Eigenhaftung Regierenden dann ein wenig Angst vor dem Volkszorn.