Wer kriegt jetzt die Krise?
Lernen wir von Buckelwal Timmy, Nietzsche und Frankl.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen in diesen Zeiten geht, aber: Wenn es irgendwo eine Elite, eine Gruppe Bösewichte oder schlicht ein paar ziemlich menschenfeindlich eingestellte machtgeile Psychopathen gibt, die an einem großen Krisenrad drehen, dann müssen diese gerade ziemlich verzweifelt sein.
Wie wild drehen Sie an der Kurbel des Krisenrads: III. Weltkrieg, darunter machen wir es gerade nicht! Hantavirus! Seit neuestem habe ich auch noch Ebola zu bieten. Fehlt nur noch die 567. Coronavariante neben Stagflation, KI-Job-Disruption und Bevölkerungskollaps.
Es herrscht irgendwie Kriseninflation – selbst ein Krisenzeichen? Ist die Krise selbst in der Krise? Scheinbar scheint eine Krise ja nicht zu genügen, um ein paar Leute in die Krise zu stürzen. Es muss ein ganzer Clusterfuck an Krisen sein, ineinander verzahnte Polykrisen, die sich gegenseitig hochschaukeln, und zwar von allen Seiten und das auch noch gleichzeitig. Das Klimapaniknarrativ zerfällt derweil wie ein Soufflé unter einem Hochleistungsfön. Den Begriff Polykrise prägte bereits der bevölkerungsreduktionistisch eingestellte Club of Rome, das WEF belebte diesen Zombie 2023 und sieht die Krisenzeit als Blaupause für Investmentchancen.
Die Gewöhnung an neue Normalitäten
„Die Mikrobe ist nichts – das Umfeld ist alles“, wissen wir aus der Virologie. Ähnlich ist es mit der Krisenthematik. Die Krise kann weniger, wenn wir, der Wirt oder Inkubator des Krisenvirus, nicht den Boden dafür liefern. Die Krisitis befällt zuerst das Denken und fräst sich von dort mittels Angst-Superspreading in alle Bereiche des Lebens.
Auf der parallelen Annahme aus der Virologie beruht auch die wohl gerade populärste Krisenentfaltungstheorie der sogenannten „Vierten Wendung“ („4th Turning“) der Autoren Howe und Strauss. Danach wiederholen sich alle ca. 80 Jahre grundstürzende Veränderungen. Diese Theorie beruht nicht auf Kaffeesatzleserei oder Astrologie, sondern auf einer Analyse der gesellschaftlichen Kräfte. Erst wo diese erlahmen, weichgespült oder aufgelöst sind, kann sich das Krisenvirus bestens entfalten. Howe/Strauss hatten konkret bereits 1997 vorausgesagt, dass nach 2020 die nächste Wendung ansteht, durch, u.a. Kriege, Cyberkriminalität, Terrorismus und Pandemien.
Die Krise befällt also einen gesellschaftlichen Körper, der über die letzten Jahrzehnte in einer gewissen Weise geformt (oder sollte man sagen: deformiert?) worden ist. Die Stärke der Krise ist das Spiegelbild der Schwäche dieses organischen Gebildes. Das Kennzeichen moderner Gesellschaften, wenn ich mir diese Vereinfachung erlauben darf, ist für mich: Pseudostärke. Leben wir nicht in Zeiten von angeblich höchster Bildung, höchsten Wohlstands, bester Vernetzung usw.? Ich fürchte nein: Wir leben vor allem in Zeiten süßer Beruhigungspillen, die auch nach Jahrzehnten noch so gut wirken, dass scheinbar keine Krise das Wässerchen des unbeirrten Heile-Welt-Fortschrittsglaubens trüben könnte.
Dieses Phänomen ist als Verschiebung der Referenzwerte aus der Fischereiwirtschaft bekannt („Shifting baselines“). Menschen bewerten eine Situation oder den Zustand der Welt oft nicht aufgrund objektiver Maßstäbe (oder historischer Höchststände) sondern danach, was sie selbst als normal kennengelernt haben. Auf diese Weise werden Verluste unsichtbar, sinken Erwartungen und kommen Veränderungsanstrengungen in der Regel zu spät. Wir sehen es im Fall von Datenschutz, Überwachung, Meinungsfreiheit und politischen Standards seit Jahrzehnten. Die Masse merkt es erst, wenn es zu spät ist, man lamentiert, steuert aber nicht um – der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Die Gewöhnung an neue Normalitäten: eine Schwachstelle des menschlichen Geistes die mit immer neuen sozialingenieurischen Neuerungen ausgenutzt werden kann?
INNER CIRCLE & Freischwebende Akademie
Nur Erkenntnis mit Handlung ist Transformation.
Mehr Raum für analogen Austausch zur Vernetzung Gleichgesinnter gibt es beim zweiten Inner Circle noch dieses Jahr.
Wo? Braunwald, Glarus
Wann? 28.-30.08.2026
Die Plätze sind begrenzt. Bei Interesse schreiben Sie mir gerne und lassen Sie sich auf die Warteliste setzen.
Da der analoge Raum begrenzt ist, starte ich zusätzlich die Freischwebende Akademie – einen virtuellen Raum für Erkenntnis, Verbindung und Transformation.
Eine Gemeinschaft von Menschen, die an Herausforderungen wachsen und dieses Wachstum gemeinsam verstärken wollen. Eine besondere Mischung aus Kurs, Mentoring und Coaching. Der erste Einstiegscall findet bereits im Mai statt.
Die Teilnehmerzahl ist auch hier begrenzt. Für die ersten 50 gibt es Sonderkonditionen – für alle, die bereits informiert sind und jetzt handeln wollen.
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