Wie kommt man am besten durch diese Zeit?
Wir müssen von der Erkenntnis in die Verbindung und in die Handlung kommen. Ideen nach einem Gipfeltreffen.
“Wenn die Sonne untergeht” von Florian Illies ist ein packend erzähltes Buch, in welchem man sich gedanklich gleich festbeisst. Besonders in diesen Zeiten. Die Fluchtgeschichte der Familie Mann aus Deutschland wirkt auf eine seltsame Weise aktuell und zugleich aus der Zeit gefallen. Sie wäre heute tatsächlich Stoff für Romane, denn nach Südfrankreich flieht heute wohl niemand mehr. Und trotzdem lässt sich an der Familie Mann mit all ihren Brüchen, Süchten, Widersprüchen und Geheimnissen das Panorama der Jetztzeit in romantisierter Form spiegeln und dadurch fassbarer machen.
Soll ich gehen oder bleiben? Gerade stellt sich diese Frage nämlich für immer mehr Menschen erneut. Europa zieht die Schlinge enger, oft merklich, doch immer stetig. Der technokratische Zugriff wächst. Daten fließen, Profile verdichten sich, der Bürger wird lesbar gemacht. EU-ID, Vermögensregister, Neubewertungen – die Architektur der Kontrolle steht. Der Staat beginnt, den Bürger nicht nur zu organisieren, sondern zu durchdringen. Und man spürt: Die Zwischenräume werden schmaler. Die Lücken, durch die man sich noch bewegen konnte, schließen sich langsam. Eine Zeit, in der man an Wasserqualität genauso denken muss, wie an Benzinkanister – während man einen Generator mit Solarpanels aufspannt.
Geht das heute überhaupt noch: “Flucht aus dem System”? Kann man sich abmelden – nicht nur administrativ, sondern existenziell? Als freier Vogel, ungebunden, vielleicht sogar außerhalb steuerlicher Reichweite. Ein verlockendes Bild. Doch ein Bild ist oft nur eine Vorstellung – die Realität zeigt gerade: Wenn “sicher” nur die Unsicherheit ist, ist die Lösung oft Teil des Problems.
Denn die entscheidende Frage liegt tiefer. Sie liegt im Mindset, unserer Produktionsstätte der Zukunft, also im Zusammenspiel von Kopf und Herz.
Gehe ich aus Angst? Dann bleibe ich gebunden an das, wovor ich fliehe.
Gehe ich als Suchender? Als jemand, der neue Räume erschließen will? Dann ist die Bewegung schon die Veränderung. Dann wird aus dem Weggehen ein Hinwenden.
Das Tessin, wo ich heute leben darf, spiegelt die Sehnsüchte der Ankommenden und Abreisenden schon im Landschaftsbild wider. Auch die Familie Mann führte die Flucht hier durch (mit Zwischenstop bei Hermann Hesse). Das Tessin war immer wieder Sehnsuchtsort für manche großen Geister, wie den Morgenlandfahrer aus Montagnola, Erich Fromm oder Stefan George. Und zugleich ein Ort, der für viele Ausgangspunkt einer Emigrationsgeschichte war. Mal trieb der Goldrausch in Kalifornien, mal der Hunger. Zurück geblieben sind oft nur die “Villen der Emigranten”. So entstanden Orte, welche die Geschichte von Bewegung erzählen, vom Ankommen und Weggehen. Vielleicht auch von neuen, ungenutzten Potentialen?
Der freigewählte oder erzwungene Aufbruch ins Ungewisse ist oft kein Upgrade, sondern in der Regel ein Austauschgeschäft: Man tauscht das Bekannte gegen das Unbekannte, alte Freunde gegen neue Bekanntschaften, alte Probleme gegen neue Probleme, alte Unverträglichkeiten gegen neue Sehnsüchte. Wer sich ein neues Leben in der Ferne aufbauen will, sollte wissen, dass dafür die Chancen erst mal nicht allzu gut stehen. Viele gehen mit übertriebenen Erwartungen, viele “gewinnen an Erfahrung”, also scheitern. Viele kehren zurück.
All das zeigt:
Es geht nicht vor allem um die Frage: Wohin?
Sondern um die Frage: Wozu?
Oder mit Christian Morgenstern gefragt: Wo werde ich verstanden?
Der Ruf der positiven schwarzen Schwänen
Was kann man überhaupt tun in in Zeiten, in denen man zunehmend mit allem rechnen muss? Was ist das beste Risiko-Setup? Nassim Taleb hat den Begriff des schwarzen Schwans geprägt, um unbekannte Risiken zu beschreiben. Unvorhergesehene Ereignisse, mit denen niemand gerechnet hat, können alles auf den Kopf stellen. Es zählt dann nicht, was man in guten Zeiten gewinnt, sondern was man in schlechten Zeiten verliert. Das ist sozusagen die Basisabsicherung nach unten.
Dann gibt es aber auch noch positive schwarze Schwäne. Wer nach Möglichkeiten sucht und sich in bestimmten Feldern und Frequenzen bewegt, schafft nicht-lineare Ereignisse. Ein Taxifahrer verdient jeden Tag mehr oder weniger das Gleiche. Mal hat er gute Tage, mal hat er schlechte Tage. Ein Autor oder ein Musiker können zehn Jahre Flops produzieren, aber mit nur einem Erfolg ihr Leben verändern. Das sind positive schwarze Schwäne.
In Zeiten wie diesen, glaube ich, sollte man sich beiden Schwänen zuwenden: sich nach unten absichern, aber zugleich die Skalierung nach oben ausbauen. Für eine solche Skalierung braucht es Verbindungen, Netzwerke und Gemeinschaften. Die Verbindung von Energien, die auf Positivität, Aktivität und Möglichkeiten gerichtet sind, ist selbst ein Energieträger. Ich spreche aus jüngster Erfahrung: Richtige Begegnungen laden auf und energetisieren.
Am letzten Wochenende – Tanz in den Mai, Walpurgisnacht, Vollmond – traf sich der nunmehr größte Inner Circle mit gut 40 Menschen in der herrlichen Bergkulisse der Glarner Alpen. Erneut freue ich ich mich, dass tatsächlich wieder die richtigen Menschen ihren Weg an diesen Ort gefunden haben. Es ist eben was dran am Manifestieren. Die letzten Tage waren so ereignisreich, dass wohl vielen Teilnehmern jetzt noch der Kopf brummt, vor Input, Panels und intensiven Einzelgesprächen: Stiftungsrecht und Gestaltungsplanung für Vermögensschutz, Auswandererprojekte im Ausland, Tiny-Haus-Konzepte, da kamen zusätzlich Techniken der Stärkung des Nervensystems wie der ehrlichen Kommunikation genau richtig. Einige meinten, darauf hätte man auch gut 5 Tage verwenden können.
Ich spürte bei diesem Treffen die Magie des Aufbruchs und das gemeinsame Ziehen an einem Strang innerhalb einer starken Seilschaft. Ich finde: Es genügt am Ende nicht, nur ein Kollektiv der besser Informierten zu sein, wenn daraus keine Aktivität folgt. Und gemeinsame Vernetzungs-Aktivität war in schwierigen Zeiten stets unabdingbar. Eine Teilnehmerin hat einen schönen Erfahrungsbericht auf Pareto darüber geschrieben, Stichwort: Frequenzerhöhung.
Inner Circle & Freischwebende Akademie
Ich gehe an Krisen, persönliche wie kollektive, gerne stoisch heran. Ich konzentriere mich auf Dinge, die ich verändern kann, und arbeite mich nicht an Unveränderlichem ab. Ich will die Krise als Chance nutzen – zur Herausbildung jener Fähigkeiten und Kenntnisse, die ich erlernen muss und die ich ohne diese Situation vielleicht nie erlernt hätte. Egal, wie diese Krise ausgeht: Damit habe ich das Rüstzeug, um jede andere besser zu bestehen.
Es gibt viel alternatives Wissen, das in den letzten Jahren leichter zugänglich geworden ist. Vieles schlummert sicher noch im Verborgenen. Der französische Philosoph Pierre-Simon Ballanche hat gesagt, eine neue Ordnung entstehe nur dann, wenn eine Gruppe von Menschen die Arkana der alten Ordnung verstanden hat. Diesem Verstehen und der Stärkung der Kräfte will ich mich gerne weiter widmen.
Aufgrund der hohen Nachfrage eröffne ich hiermit offiziell die Warteliste für einen weiteren Inner Circle noch dieses Jahr. Schreiben Sie mir gerne an milosz@pareto.space, wenn Sie darüber informiert werden wollen.
Für diejenigen, die die diese Form der analogen Vernetzung nicht wahrnehmen können, starte ich in Kürze zusätzlich online die “Freischwebende Akademie” – mit Gruppenaustausch, zwei-wöchentlichen Gruppencalls und möglichem Einzelcoaching. Eine besondere Mischung aus Mentoring, Kursprogramm und Vernetzung.
Was muss man wissen?
Was muss man können?
Welche Optionen haben wir?
Wie müssen wir vorbereitet sein – technologisch wie mental?
Wie kann Vernetzung optimal gelingen?
Ziel muss es sein, nicht nur zu reagieren, sondern besser durch diese Zeit zu kommen.
Wenn Sie diese Möglichkeit interessiert, aktiv mit dieser Situation umzugehen, können Sie sich schon jetzt auf die Warteliste eintragen. Das Ganze wird auf der Plattform Skool stattfinden – wo auch Sie ihre eigene Online-Community oder Kurse erstellen können.
Schreiben Sie mir gerne und sichern Sie sich einen Platz im ersten Auftaktgruppencall der freischwebenden Akademie. Auch die Freischwebende Akademie wird zahlenmäßig begrenzt sein.
Eine frühe Anmeldung auf die Warteliste ist dasher ratsam: milosz@pareto.space
Schon im Mai geht es los.
Herzlichen Dank, dass Sie meine Arbeit unterstützen!
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Voll daneben
Schwer ist es, damit zu leben,
wenn wird Macht denen gegeben,
die in Wahnsinnssphären schweben,
wo sie Lügengespinnste weben.
Müssen wir stetig danach streben,
im Lügennetz nicht festzukleben,
sondern unser Wort erheben,
anderes wäre voll daneben.