Soll es erlaubt sein, anderen beim Sterben zu helfen?
Der Debattierclub der Freischwebenden Intelligenz ist eröffnet: Wir starten das Format "Streitkultur" mit einer Frage zu Leben und Tod.

“Der Tod ist gewissermassen eine Unmöglichkeit,
die plötzlich zur Wirklichkeit wird.”
- Johann Wolfgang von Goethe
Haben Sie schon mal an den eigenen Tod gedacht und wie sie ihn am liebsten erleben würden – fremdbestimmt oder selbstbestimmt?
Zugegeben: Was für ein Thema für den Start der Rubrik “Streitkultur”. Ich muss sagen, ich habe gezögert, allerdings nur aus einem Grund: Weil mein Eindruck ist, dass die Politik in Sachen Sterbehilfe gerne weitaus laxer werden würde, seitdem Massen von Impfopfern Ansprüche anmelden. Jeder legale assistierte Suizid löst das Problem eines Anspruchstellers. Wir leben in morbiden Zeiten.
Und trotzdem: Ich bin überzeugt, dass dieses Thema, gerade weil es kontrovers ist, ein guter Start für diese Rubrik ist. Es ist ein Thema, das nicht abstrakt ist, sondern existenziell. Jeder lebt, jeder stirbt. Und viele ahnen, dass irgendwo dazwischen eine Entscheidung liegt, die man nicht delegieren kann – weder an den Staat noch an Moralinstanzen.
Wie entscheiden Sie sich dazu, vorab? Sie dürfen nach der Debatte erneut abstimmen:
Sie wollen mehr dazu wissen?
In diesem Buch oder diesem gibt es eine Übersicht über alle Argumente. Ein aktueller Stand über die wissenschaftliche Diskussion findet sich zum Beispiel hier.
Warum dieses Format?
Weil der offene Debattenraum fehlt.
Er fehlt im Mainstream, wo Diskussion oft bedeutet: vier Stimmen gegen eine, Lanz “moderiert”, also fällt ins Wort, moralisch eingerahmt, zeitlich getaktet, ergebnisoffen nur dem Namen nach.
Und der Diskurs fehlt – das muss man ehrlicherweise sagen – auch im sogenannten Newstream, in der kritischen Szene, wo geladene Gäste häufig lange Monologe halten, während das Gegenüber zustimmend nickt. Erkenntnis entsteht dort selten, Bestätigung umso häufiger.
Dabei kommen wir als Gesellschaft nur weiter, wenn wir lernen, kontrovers und gesittet zu streiten. Über jedes Thema. Ohne Ausnahmen.
Oder, um es mit Tucholsky zu sagen:
“Man kann über alles sprechen – außer über fünfundvierzig Minuten.”
Deshalb ist dieses Format radikal einfach gehalten.
Ein Thema.
Einmal Pro, einmal Contra.
Jeweils fünf Minuten.
Ein Duell, kein Tribunal.
Sie als Publikum stimmen ab. Nicht über „richtig“ oder „falsch“, sondern darüber, ob und welche Argumente tragen. Jeder kann hier jeden herausfordern. Meine Rolle ist nicht die des Schiedsrichters, sondern die des Zusammenführers oder Matchmakers. Der Ringsprecher oder Annonceur.
Vor über einem Monat habe ich damit begonnen, dieses Format anzudenken.
Ich habe telefoniert. Angefragt. Halbe Zusagen bekommen. Und erstaunlich viele Ausreden gehört. „Ich muss erst mein Buch fertig schreiben.“ – „Israel/Gaza? Nein, danke.“ – “Hey, gute Idee, bro, aber wie genau soll das laufen?” Und andere Varianten des gepflegten Rückzugs.
Dann kam bei mir das Leben dazwischen, schließlich meldete sich als Retter in der Not: Leser Ralf. Er wartete nicht. Er machte. Seine Ex-Frau ist Bestatterin, war mit existentiellen Situationen konfrontiert. Seine Frau und er stellen sich Fragen des Lebens, ohne sie sofort zu beantworten. Er setzte sich hin, befragte ChatGPT zu beiden Positionen, ließ die Kamera laufen – und hier sehen Sie das Ergebnis. Dafür: Danke, Ralf!
Was Sie hier sehen, ist keine perfekte Debatte. Aber wir zeigen hier, wie dieses Format aussehen kann, wenn es weitergeführt wird. Nennen wir es: Eine Pilotfolge. Ein Demo.
Und dann kommt die entscheidende Frage:
Nicht nur: Wie entscheiden Sie sich? Sondern: Hat sich Ihre Position verändert?
Haben Sie tiefer gedacht als zuvor?
SPONSOR GESUCHT:
Ihnen gefällt das neue Format? Sie stehen für gelebte Toleranz und schätzen den offenen geistigen Austausch?
Hier (oder noch weiter oben) könnte Ihr Inserat stehen. Präsentieren Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, werden Sie Sponsor der Reihe “Streitkultur – der Debattierclub der Freischwebenden Intelligenz” und erreichen Sie Zehntausende Menschen mit Ihrer Botschaft.
Mit den ersten bin ich bereits im Gespräch, und freue mich auf weitere Gespräche. Mehr Infos beim Annoncenverkäufer Ihres Vertrauens: milosz@pareto.space
Zeit wird’s: Debatten als Erkenntnisinstrument
Denn genau darum geht es. Debatten sind kein Entscheidungsersatz, sondern ein Erkenntnisinstrument. Deshalb ist Debattieren – so wie ich es einst an der Hochschule gelernt und vielfach praktiziert habe – eine Form von gelebtem Toleranztraining. In klassischen Debattierformaten werden Positionen sogar zugelost. Man lernt, die eigene Gewissheit bewusst auf die Probe zu stellen – und ist überrascht, wie gut begründet doch eine Position sein kann, die man zuvor noch entrüstet von sich gewiesen hätte.
Deshalb sind echte Debatten kein hitziger Hahnenkampf, sondern ein Mittel zur Beruhigung der Gemüter. Und davon bräuchten die westlichen Gesellschaften gerade mehr. Wenn man merkt, dass man über wirklich alles zwei Meinungen hören kann, eben weil diese Positionen plausibel begründet werden, verflüchtigt sich Ideologie, Parteilichkeit, Rechthabenwollen ein stückweit durch Relativierung – und befriedet die Gemüter.
Wer selbst in den Ring steigen will, ist hiermit eingeladen:
Schlagen Sie ein Thema vor!
Oder besser noch: Machen Sie gleich ein Fünf-Minuten-Video mit Ihren Argumenten.
Fordern Sie jemanden zum Duell: Sollte wir die EU abschaffen? Gehört das Recht auf Bargeld ins Grundgesetz? Braucht es einen NATO-Austritt? Der offene Debattenraum entsteht mit Ihnen – oder eben nicht.
Ich spiele “die Vermittlung”.
Hier zählen Argumente, nicht Show.
Mein Publikum ist in dieser Rubrik das Ihrige: potentiell mehrere zehntausend Menschen.
Wie häufig? Das hängt von Ihnen ab: von der Leserzustimmung, von den Diskutanden…
Mehr Infos zu möglichen Themen und Streitfragen in diesem Beitrag.
Schreiben Sie mir: milosz@pareto.space.
Künftig wird es zudem für jeden Diskutanden die Möglichkeit für eine kurze schriftliche Replik zu den Argumenten der Gegenseite geben, ebenfalls hier veröffentlicht. Der Rest der Diskussion ergibt sich dann in den Kommentaren oder in der “Debating-Lounge” des Chats.
Ring frei für den Erkenntnisgewinn: Ralf, the stage is yours – only yours.
Pro assistierter Suizid:
Contra assistierter Suizid:
Wenn Sie Probleme haben, die Videos abzuspielen, finden Sie beide auch hier.
Konnten Sie anhand der Videos erraten, welche Position Ralf wirklich vertritt? Schreiben Sie es gerne in die Kommentare. Wir lüften das Geheimnis in Kürze in der Debating-Lounge des Chats.
Biografie: Ralf und seine Frau sind schon vor sieben Jahren ausgewandert. Sie leben seitdem in einem Dorf in den Bergen im Süden Bulgariens. Von dort arbeiten sie mit ihren Kunden online und offline daran, die Arbeit im Office mit zeitgemäßen Methoden und digitalen Werkzeugen (dazu gehört natürlich auch KI) flüssiger und entspannter zu machen.
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