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Auf welche Welt steuern wir zu?

Wir erfahren es, unter anderem, bei einem „Essen mit André“.
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Überall ist gerade eine große Veränderung spürbar und zunehmend auch sichtbar. Der Boden, auf dem wir uns befinden, ist eine bewegliche Platte geworden. Das Gefühl der Ohnmacht und Fremdbestimmung macht sich breit. Es wirkt, als werden gerade Stück für Stück die echten Machtverhältnisse auf der Welt enthüllt und wir werden Zeugen davon, hätten es aber gleichwohl schon längst wissen können.

Es ist dieses Grundgefühl, dass mit der Welt etwas nicht stimmen könnte, um das es im Film „Ein Essen mit André“ von 1981 geht (die volle Version auf Englisch gibt es zum Beispiel hier). Zwei Herren tauchen tief in den Kaninchenbau und entwerfen eine fundamentale Kulturkritik: Wie weckt man die Menschheit auf? Der Mensch ist passiv und gelangweilt, ein zunehmend roboterhaftes Wesen ohne Geschichte und Erinnerung. Die Welt verwandelt sich in eine orwellsche Dystopie und wir sind Wächter und Insassen unseres eigenen Gefängnisses. Können wir aus diesem noch entfliehen? Oder ist dieses Gefängnis ohnehin überall? Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie leicht es letztlich ist, die Welt in ein Freiluftgefängnis zu verwandeln.

Freischwebende Intelligenz
Die Welt als Freiluftgefängnis
Es ist nicht neu, dass wir in Zeiten leben, in denen zwischen einer Verschwörungstheorie und der Realität kaum noch mehr als sechs Monate stehen. Neu ist, dass sich dystopische Strukturen nunmehr in Echtzeit aufbauen können, für alle sichtbar, und trotzdem so getan wird, als se…
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Wodurch wacht der Mensch auf?

Es muss viel passieren, bis man den Status quo für eine andere, unbekannte Alternative tauscht. Nichts ist schwieriger, als die ganze Weltsicht zu verändern, denn es bedeutet zwangsläufig den Untergang der „alten“, vorgestellten Welt. Das Unbekannte taucht als echte Option erst auf, wenn es im Hier und Jetzt akut gefährlich oder unerträglich wird. Doch bis dahin ist der Weg lang und die Temperatur wird, wie für den Frosch im Wasserbad, eben nur langsam wärmer, bis es plötzlich schnell ganz heiß wird. Früher waren es Filme, wie „Early warning“ (1981), „Sie leben“ (1988) oder „Mein Essen mit André“ (1981), die dem Zuschauer eine mögliche Vision der Zukunft oder einen schonungslosen Blick auf die Gegenwart präsentierten. Wer wollte, konnte diese Filme als Warnrufe lesen, wie zuvor Orwells „1984“. Doch inzwischen sind viele Elemente aus all diesen fiktionalen Produkten sichtbare Teile der Lebenswelt geworden. Vieles von dem, was vor 40 Jahren dystopisch gewirkt haben muss, ist heute Realität.

Doch wenn nun weder Fiktion noch Realität ein Aufwachen bewirken, was denn dann eigentlich? Die ehrliche Antwort lautet: Bei vielen (oder sogar den meisten) wird nichts zu einem Aufwachen führen oder allenfalls zu einem sehr verspäteten Zeitpunkt. Wir sehen es an den Nebenwirkungen der Covid-19 Impfstoffe: Mehr Krankheiten, weniger Geburten, zahlreiche unerklärte, plötzliche Todesfälle. Der Tod ist unübersehbar für die, die hinsehen wollen. Aber es ist kein nachrichtenwürdiges Ereignis, zumindest im Mainstream. Der Tod ist nicht „newsworthy“. Jedenfalls der „falsche Tod“.

Es ist eben schwierig, in einem Umfeld aufzuwachen, welches alles daran setzt, dass man es gerade nicht tut. Die gegenwärtige „Psyop“ oder Manipulation des Geistes wäre nicht das Mittel der Wahl, wenn sie nicht so effektiv wäre.

Die fiktionale Welt vor unseren Augen hat der französische Philosoph Jean Baudrillard in „Simulation und Simulacrum“ beschrieben. Wir gewöhnen uns an eine Welt, in der Simulation und Fassade die Essenz oder das Echte ersetzen. Wir kennen den Effekt beim Zeitunglesen: Lesen wir einen Beitrag über ein Thema, bei welchem wir uns selbst gut auskennen (vielleicht sogar Expertise besitzen), sehen wir sofort die Unschärfen, groben Fehler und Lücken. Wir nehmen nichts davon ernst. Dann lesen wir weiter über die aktuelle Nachrichtenlage, über, sagen wir, Russland-Ukraine, Corona, Israel-Gaza und gehen plötzlich davon aus, dass hier jetzt die objektive Realität wiedergegeben wird. Zu schwer scheint die Vorstellung, man könnte permanent und überall einer Manipulation ausgesetzt sein. Das Hirn wird schnell müde, wenn es permanent skeptisch sein soll. Es will hin und wieder etwas glauben.

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So entschwindet die Realität in den Hintergrund tieferer Bewusstseinsschichten. Und auch die Begriffe, die für uns reale Werte repräsentieren (wie Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit), werden hinter der Kulisse entleert und ersetzt. Plötzlich bewegen wir uns in einer Welt, in der alles noch so aussieht und heißt, wie man es gewöhnt war, aber der Referenzwert dahinter hat sich verschoben. Es ist, wie wenn man eine Desktop-Verknüpfung zu einem Ordner setzt, der längst gelöscht und verschoben ist. Die Verknüpfung ist noch da, nicht aber der Inhalt. Noch schwieriger als dies zu erkennen ist es, den Gedanken zuzulassen, dass man selbst bei der Schaffung der Simulation mitgewirkt hat. Wird uns die „Demokratie“ am Ende als eine besonders raffinierte Form der Selbstversklavung erscheinen?

Wohin lässt sich der Mensch führen?

Schon Hannah Arendt war der Ansicht, dass Demokratie letztlich die Fortführung des Spiels von „Herrschern und Beherrschten“ ist. Aldous Huxley hat in „Brave New World revisited“ einen düsteren Ausblick für die Menschheit gewagt: Bevölkerungswachstum führt zu Dauerkrisen, diese führen zu Instabilität, und damit zu einer Zunahme autokratischer Herrschaftsformen, mit dem unentrinnbaren Kommunismus als Vorbild. Wer das aktuelle Ziel-Playbook studieren muss, lese diese Aufzählung von hinten. Globaler Kommunismus und Bevölkerungsreduktion sind die „unsichtbaren“ und „unerhörten“ Themen, die uns heute unmittelbar umgeben.

Polykrise, globaler Kommunismus (Screenshot: Huxley, Brave New World revisited)

Der Mathematiker Bertrand Russel beschrieb in „The Impact of Science on Society“ (1953), wie Machtstreben und Technokratie zu einer Umgestaltung des Menschen führen werden. Die Herrscher erschaffen sich durch Medikamentalisierung und selektive Zucht die besten Untergebenen, die am leichtesten zu führen sind. Platos „Staat“ lässt grüßen. Ein Aufstand eines solchen Pöbels wäre “genauso unwahrscheinlich wie ein organisierter Aufstand von Schafen gegen die Praxis von Menschen, Lammfleisch zu essen”.

Herrscher erschaffen sich neue Beherrschte (Screenshot: Russell, The Impact of Science on Society)

Die Umkehrung dieser Entwicklung kann nur bei der Anstrengung der Geisteskräfte beginnen. Wo diese geschwächt, abgelenkt oder nieder gehalten sind, kann kein Aufwachprozess in Gang kommen. Gegen aktive Manipulation braucht es stets eine noch aktivere Geistesanstrengung. Im Grunde geht es darum, die aktuellen Bewusstseinsschichten, die wie Sedimente früherer und aktueller Indoktrinationen vor unserem inneren Auge abgelagert sind, Stück für Stück abzutragen. Wir müssen einen Gegenkreislauf zum Teufelskreis der Verdummung und Apathie in Gang setzen lernen, einen „Circulus virtuosus“ (gibt es einen passenden Begriff im Deutschen überhaupt?), in welchem wir uns Stück für Stück für eine unangenehme, aber die echte Realität entscheiden. Es ging scheibchenweise und “Stück für Stück” in die Misere. Womöglich führt das gleich Muster am ehesten heraus.


Da Sie diese Publikation lesen und ein Interesse an Wahrheitsfindung haben: Wie verlief Ihr persönlicher Aufwachprozess? Welche Härten und Freuden erlebten Sie dabei? Wie kam der Prozess zustande und was könnte anderen Menschen dabei helfen? Schreiben Sie mir gerne Ihre Ansichten: kontakt@idw-europe.org


Mit diesem Text wünsche ich Ihnen allen einen guten Rutsch, eine gelungene Silvester-Party und ein angenehmes Erwachen im nächsten Jahr. Ich freue mich, dass ich ein so wachsames Publikum wie Sie habe!

Wenn Ihnen “Dinner for one” oder ein “Mein Essen mit André” nicht genügt, versuchen Sie es doch mit den “Vier von der Hoffnungstankstelle”, bzw. das Manova-Interview von Walter von Rossum mit Dirk Pohlmann, Ulrich Mies und mir, welches gestern erschien. Für YouTube war dieses Gespräch bereits zu heiß, das Video ist bereits gelöscht. Sie finden es jetzt auf Odyssee.


Mein neues Buch “Stromaufwärts zur Quelle” können Sie im Buchhandel oder online bestellen, zum Beispiel bei Buchkomplizen.de

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Milosz Matuschek